-w. meinte am 9. Nov, 16:41:
re usual suspects
bzw re familienfotos auf dem desktop, der kelch ist an mir vorbeigegangen. bin eh schon ein schlimmerer spiesser geworden als ich mir jemals hätte vorstellen können.

 
neuro antwortete am 9. Nov, 16:55:
oh die welle!
die welle! freud, wo bist du ? 
-w. antwortete am 9. Nov, 17:15:
?
keine ahnung was du meinst. aber ich googl mal. 
-w. antwortete am 9. Nov, 17:27:
ich denke eher daran
timanfaya antwortete am 9. Nov, 17:54:
... ich biete den windows 7 standard hintergrund und 3 icons auf dem desktop. und selbstverständlich keine fotos. wer bietet weniger?!

[ rubrik: sparta 2.0 ]


übrigens: ich habe mich beim neuen auto raumschiff für ledersitze entschieden, weil da kinderkotze und -rotze problemlos abwischbar ist. spießigkeit rulez!!!

[ rubrik: scheiß auf sparta! ] 
neuro antwortete am 9. Nov, 18:08:
jeje ( hehe auf spanisch)
ich weiss auch nicht was es bedeutet aber es muss was bedeuten. ich glaube dass jedes desktophintergrund einiges über den pc besitzer aussagt.

EDI

ah - die sehnsucht - die sehnsucht - ich hatte mal am anfang meiner pc karierre immer den strand mit palmen. jetzt hab ich das hier:
//windows7-wallpaper.com/images/wallpaper/windows7-rc1-wallpaper.jpg <-- die schreinde monster

EDI2 - die monster hab ich zuhause. auf der arbeit - keine änderung. . blauer hintergrund + 79 verknüpfüngen drauf. 
neuro antwortete am 9. Nov, 18:16:
kinderkotze
im auto ganz schlecht ( im hochsommer) aber der kleine ist schon raus aus dem alter oder?

ich habe schon eine smarties - milchflasche-kotzschwall überlebt. so ein schwall aus dem kindersitz bis zur der armatur vorne. ganz ganz mies. dazu bekam das kind noch durchfall. und wir waren auf dem weg zu arsch der welt frankfurt-hahn - flughafen. und es gab stau. es war eine sehr schlechte erfahrung. die wünsche ich nur meinen feinden. seit dem mag ich keine smarties. 
timanfaya antwortete am 9. Nov, 18:19:
der kleine [ <- stillkind! ] hat noch nie im auto gekotzt, der hat ohnehin so gut wie nie. aber als rationale kaufentscheidung für luxussschnickschnack hält das rein legendentechnisch echt prima her .... 
neuro antwortete am 9. Nov, 18:49:
ich habe mir eine ledersofa gekauft
sau relativ tteuer, saugroß, bereue den kauf aber zutiefst. wegen: flecken wegwischen ( was für fleckennn???) ultra unkuschelig ( kalt), ausserdem in weiss, da kann man sich nicht mit jeans drauf setzen. sieht aber cool aus. ist aber nicht auf die dauer cool genug - so ist das oft mit coolen sachen. sie werden lauwarm irgendwann mal. und umtauschen konnte ich das auch nicht (wegen sonderwünsche-bezug).

ledersitze find ich im flugzeug gut, wegen: hygienisch. 
neuro antwortete am 9. Nov, 18:50:
stillkind noch??
jetz muss ich aber nachsehen..edi - ohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh 1 jahr und wird noch gestillt?

ich war im sommer auf so eine rutschwasserbahn - da steht man ewig lange bis man "dran kommt" - da war ne frau mit nem kind. sie hat da mitten drin, in der menge, die brust rausgeholt und das kind gestillt. wäre vielleicht nichts besonders, wenn das kind nicht schon mindestens 4 wäre.. ( konnte schon reden). ufff. und alle so glotz glotz. und sie: schwups , brust rein. schwups nächste brust raus. und alle glotz glotz kino. sie hatte eine eidechse an der brust eintätowiert. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 11:06:
vor 'nem jahr habe ich da auch noch etwas anders drüber gedacht. der plan war, wenn möglich 6 monate vollstillen [in dem bereich gibt es eine unglaubliche begriffsverklärung], weil es rein erblich einige allergieoptionen gibt, die man damit vielleicht verbessert [ist ja mehr 'ne statischte annahme]. das mit den 6 monaten hat geklappt, aber: das kind ist seit der ersten minute schnuller- und flaschenverweigerer der konsequentesten art. und genauso konsequent ist er bisher dabei geblieben, dass es ein gutenacht- und gutenmorgen drink bei mama gibt, man schläft ja schließlich noch bei den beiden riesen im bett - und deswegen auch immer ohne unterbrechung. wir haben mit den entspanntesten [hat ab woche 8 nicht mehr länger als 5 minuten rumgenölt] und fröhlichsten troll des ganzen planeten [standardfrage von freunden und bekannten: ist der IMMER so???!!!], aber wenn es das nicht gibt, ist echt schluss mit lustig. dann reißt der die bude ab und schreit als würde er sterben, und zwar auf der stelle bzw. in der nächsten minute."kalt abstillen" kommt für uns einvernehmlich nicht in frage ... also läuft das noch ein paar monate. wenn man den meisten blogs mit kleinkindern folgt, endet das irgendwann freiwillig so um die 18 monate herum.

vier jahre ist für mich - als außenstehender - recht grenzwertig. aber da enthalte ich mich mal und gebe mein urteil in einem jahr ab ...

p.s.: die angst vor'm - warmen - hellen stoffsofa ... ist völlig unbegründet. unser schlachtschiff hat jetzt schon die ersten 12 monate kleinkind überlebt. und mit jeans setze ich mich da im normalfall eh nicht drauf - und wenn, dann nehme ich die bereitliegende kuscheldecke als hintern-untersetzer. 
neuro antwortete am 10. Nov, 11:35:
tim
ganz ehrlich. das ist schon etwas strange was du schreibst. für mein empfinden. das kind schäft noch mit eltern im bett (oder hab ich das falsch verstanden) und wird noch gestillt. hmhm. huch. weil nicht meine welt. ich kenne sowas nur aus den frauenzeitschriften, wo frauen um rat fragen, weil sie angst um ihre beziehung haben. aber in echt kenn ich das nicht. die psychologen schreiben dann zurück - wenn das kind mit den eltern schläft und die mutter nicht abstillen kann/will wie auch immer, ist das ein zeichen dafür dass sie unbewusst, sich von dem mann entfernt. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 11:46:
völliger käse, zumindest in meinem wahrnehmungsraum [wenn man und frau sich nicht einig sind ist das natürlich was völlig anderes]. ich will den kleinen übrigens auch noch nicht allein schlafen lasssen, da würde ich ja kein auge zumachen, weil ich immer mit riesen ohren im bett läge. das ist schon in dreieinigkeit zufällig entstanden [den ersten monat hat der jede nacht auf meinem bauch geschlafen]. bei unseren nachbarn ist das übrigens zufällig genauso, auch mit dem stillen. und bei vielen anderen die wir kennen auch [das erfährt man natürlich erst hinterher]. das ist mehr so 'ne bestimmte gesellschaftsschicht die das so praktiziert, das ist mir inzwischen aufgefallen. die sozialstrukturen der paare sind alle sehr sehr ähnlich. und alle haben mehr oder weniger die sachen von jesper juul [ //de.wikipedia.org/wiki/Jesper_Juul ]
gelesen. ich habe es bewußt nich tgelesen und stelle fest, dass mein bauchgefühl, dass ich gegenüber dem kind walten lasse bisher immer sehr gut lag. meine intuition ist in meinem leben meine größte gabe. zum glück.


und was das bett angeht: wir haben zwei. das "gemeinsame" betreten wir nie vor 1:00 uhr nachts. da pennt der troll schon ein paar stunden alleine vor sich hin. die unruhige zeit bei kindern [die dann auch zum aufwachen und gerne auch zweistündiger spiellust führt] ist so zwischen 1:00 und 2:00 uhr. dann wird unterbewußt nach mama und papa gesucht - und im zweifel aufgewacht. 
-w. antwortete am 10. Nov, 11:50:
tim
wäre das bei uns so gewesen wie du beschreibst: wir könnten nicht mehr darüber berichten, weil wir hätten uns aufgehängt. abstillen nach 6 monaten war höchste zeit (schliesslich muss man ja auch mal wieder normal essen können) und dass das kind bei uns im bett schläft war völlig ausgeschlossen. kuscheln in der früh ok, aber bei den eltern im bett schlafen, nein, nicht mal bei krankheit. das tut nämlich auch dem kind nicht gut, von den eltern gar nicht zu reden.

mittlerweile können wir auch die spätfolgen unserer emotionalen kälte beurteilen und ich muss sagen: ich würds wieder so machen. mein kind hasst mich aus anderen gründen :-) 
-w. antwortete am 10. Nov, 11:54:
oy tim
da wünsch ich euch mal viel glück beim abnabeln in zehn zwölf jahren. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 11:57:
ich würde das nicht als emotionale kälte bezeichnen. das muss jeder entscheiden wie er will. aber wir fahren damit supergut. alle sind zufrieden und ausgeschlafen. und der kleine ist eines von wenigen kindern das völlig autark ohne elternkontakt ein paar räume weiter spielt oder einfach abdüst um die welt zu erkunden. das ist im weiteste sinne ein ergebnis des "bonding" wie man das neudeutsch ja so nennt. ich kann's nur jedem empfehlen, weil ich auch die gegensätze kenne. das hört sich "schwieriger" an, ist aber unterm strich eigentlich wesentlich einfacher.

p.s.: normal essen tun wir übrigens auch [falls du den inhalt meintest: wir essen viel thai curry und scharfes zeugs. das hat der kleine schon in der schwangerschaft bekommen und bereitet keine probleme. bauchproblem hatte der bisher noch nie, egal was er oder mutter gegessen haben]. immer schon. der kleine will inzwischen ja schließlich auch frikadellen und das ganze gedöns [hipp und das ganze zeugs ist neben schnuller und flasche auch total pfui. das ist ja schließlich was für BABIES ... *tsss*. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 12:00:
... warum soll das eigentlich dem kind schaden? bei uns sagen frauen- und kinderärztin bei nachfrage unisono immer: au, fein!

und was soll das mit dem abnabeln bedeuten? die kinder in meinem freundeskreis die so aufgewachsen sind und nun schon teilweise um die 15 liegen haben da keine schwierigkeiten bereitet. in welcher form auch immer. 
dus antwortete am 10. Nov, 12:22:
juhu
endlich wieder ein spannendes thema.

kind im bett und 12 monate stillen und meine meinung:
geht garnicht!

aber das sind die modernen eltern, es wird sich erst in 20 jahren zeigen,
ob das besser ist, das kind im bett zu haben und lang zu stillen.
muss man abwarten. ich denke man macht als eltern so und so genug fehler und es ist alles individuell genug, dass man nie sagen kann, was "besser gewesen wäre".

dieses thema ist eines meiner liebsten themen, weil ich mich soooo darüber aufregen kann, besonders seit ich patentantenonkel bin von einem kind, das so großgezogen wird wie ich es kaum ertragen kann.
so wächst man an seinen herausforderungen hihi 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 12:27:
... ähm, kann mir mal jemand erzählen was an "kind im bett" so schlimm sein soll?

[ich weiß es wirklich nicht]

es hat übrigens auch nix mit "modernen eltern" zu tun. man fragt ja erst, wenn man selbst am thema ist. und die themen [stillen und schlafen ]sind übergreifend bis zu den großmüttern bei den ein oder anderen völlig normal gewesen. früher - also zu urgroßmutters zeiten - wären die kinder erfroren, wenn sie nicht bei den eltern oder - ab einem gewissen alter - zusammen gelegen hätten. der bruch enstand erst in den 60er jahren, als man zum mond flog und in der wissenschaft die möglichkeit sah, die emanzipation voranzutreiben [aus damaliger sicht völlig verständlich]. also: pulle in den hals, wir fliegen zum mond, das ist das beste. ich empfehle mal das studium des erst ein paar monate zurückliegenden folgemilchtests bei der stiftung warentest, die bezgl. gesellschaftlicher deutung wohl mehr als außen vor ist. der test spiegelt genau das wieder, was uns über frauenärztin, chefärztin im krankenhaus bis zur hebamme alle unter der hand und offensiv gesteckt haben. scheiße isses. und zwar richtige.

ich vergleiche seit der geburt übrigens fast alles mit dem verhalten von schimpansen. die evolution irrt nie. und es kommt am ende immer das stärkste ergebnis heraus. kein schimpanse würde sich sowohl über das stillen als auch zusammen schlafen aufregen. das haben unsere vorfahren jahrtausendelang so gemacht. bis irgendwann in der industrilaisierung das "kinderzimmer" erfunden wurde. das gab es vorher überhaupt nicht. 
neuro antwortete am 10. Nov, 12:29:
nene
das hat nichts mit "dem kind schaden" zu tun. so hab ich das gar nicht gemeint. wobei schaden tut es auf jeden fall nicht, aber wie hilft das dem kleinen zu lernen, früh zu lernen ( und früh lernt man besonders gut) dass man auch ohne ständige nähe der eltern auskommen muss.und das echte leben ist eine dchungel. was für ein schock es wäre, wenn euch 2 was passieren würde. ich glaube dass es dem kind nichts schadet, aber anderfalls nimmt man ihm die gelegenheit den natürlichen ablauf zu lernen.
und das hat was mit dem eurem ( erwachsenen) leben zu tun.
was mich interessieren würde: ist das für euch wirklich so super, wie es sich anhört? ich dachte immer super wäre das:

das wunschbaby wird so die ersten 4 monate ( wochen = verschreibesel) gestillt.
das wunschbaby bekommt sehr viel liebe.
dem wunschbaby werden schöne einschalflieder vorgesungen, während das baby um 10 einschäft und am nächsten morgen aufwacht um die schöne welt zu erkunden. die eltern haben in der zeit sehr viel zeit für sich wo sie ihre zweisamkeit geniessen.
das wunschbaby lernt, das das leben nicht nur nehmen ist, in dem er lernt dass das leben nicht der mutterbauch ist. usw. 
-w. antwortete am 10. Nov, 12:41:
modern?
eher postmodern. meines wissens leben sonst nur mehr indigene völker so ein leben. tief drinnen im amazonasurwald.

und abnabeln tim, damit meine ich u.a.: grenzen finden. geht alles gut, solange diesen jungen erwachsenen keine grenzen gesetzt werden - von ausserhalb nämlich, dem wirklichen leben (das ist das was du in deinem freundeskreis beobachtest, die sind noch nicht soweit). aber frage nicht was passiert wenn die draufkommen, dass nicht die ganze welt so ist wie die eltern und nicht so will wie sie.

so tobsuchtsanfälle sind schon bei kindern schlimm genug. aber bei erwachsenen sind das katastrophen. und weit verbreitet. also dus, es zeigt sich schon, brauchen wir nicht 20 jahre warten:) 
-w. antwortete am 10. Nov, 12:47:
kind im bett geht nicht
es hat auch was mit gegenseitigem respekt vor der individualität zu tun und mit dem lernen darüber/davon. und natürlich hats fr neuro mal wieder am besten gesagt, mit dem wunschbaby. genauso isses. wir hatten so ein wunschbaby. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 12:48:
ich glaube, es gibt nur ein einziges rezept, was absolut zu beachten ist: die eltern sollten sich über den stil des aufwachsens absolut einig sein [ich sage bewußt nicht "erziehen", weil ich das bis zu einem unbestimmten alter für schwachsinn halte. männchen machen lernt jeder noch früh genug. und natürlich lassen wir viele sachen nicht zu, aber das hat nix mit erziehung zu tun.]. dann funktioniert es.

und, ja es ist wirklich so super. was daran liegen mag, dass die belastungen durch das baby im vergelich zu anderen sahcen die wir in den letzten jahren gemeinsam gemacht haben im prinzip ein fliegenschiss ist. ich habe im moment zum beispiel echten superkackjurageldpissärger im büro. dagegen ist selbst ein schreiendes oder unleidiges kind für mich pure erholung. der hat wenigstens noch einen handfesten grund, warum er scheisse drauf ist. und es dauert ja auch nicht länger als ca 2 jahre, danach ist die hecke mehr oder weniger geschnitten. und das erste jahr ist - wusch - auch schon vorbei.

p.s.: dieses lernen ist nach der aktuellen rechtsprechung der wissenschaft viel zu früh angesetzt. wir haben bspw. auch schon darüber nachgedacht, den kleinen sehr früh [also im prinzip jetzt, mit 12 monaten] - zumindest zeitweise - in eine kita zu geben. ohne notwendigkeit, es ist halt nur so, dass der total auf andere kinder steht. wenn der die sieht sind die eltern luft. und die ist auch noch seeeehr weit weg. aber alle betreuer haben uns abgeraten und gesagt: drei ist früh genug, alles andere ist nicht schlimm, aber auch alles andere als empfehlenswert. 
neuro antwortete am 10. Nov, 12:50:
hm
das reale leben was ich kenne, ist dieses, wo die eltern erschöpft hoffen, dass alles mal anders ist, und wo das kind alleine im bettchen schläft. und diese eltern sind super, also keine rabeneltern oder verrückte. alles andere kenn ich wie gesagt nur aus büchern. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 12:56:
öhm ...in welcher welt bekommen denn 15 jährige noch keine grenzen gesetzt?!

[ich habe da bei den kindern in meinem freundeskreis keine bedenken. die sind in vielen dingen in ihrer entwicklung deutlich weiter, als ihre eltern es in dem alter waren. das kann ich gut beurteilen, weil ich den haufen größtenteils seit über 25 jahren kenne ...]

das mit dem respekt und der individualität kann ich nicht nachvollziehen, da ich da keine störung sehe. sonst würden wir ja auch als eltern getrennte schlafzimmer haben. falls es ein hinweis auf die theorien von michael winterhoff sein sollte - der hat das mit der kritischen betrachtung der symbiose völlig anders gemeint. und dem kann ich in vielen dingen auch folgen. sein problem - und das hatten schon andere vor ihm, stichwort "ferber-methode", der mann macht sich heute die größten vorwürfe - er wird gerne mal fehlinterpretiert oder auch bewußt falsch zitiert, u.a.weil er sich bei den altersstrukturen nicht ganz sauber ausdrückt.

und was die völker sonstwo nageht: die evolution hat immer recht. punkt. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 13:01:
es gibt auch abende, wo wir denken - och, heute hätte es auch gern mal zwei stunden eher sein dürfen. oder gesten abend, als ich nach einem feierabend um 20:00 uhr um 23:00 uhr 'ne laterne gebastelt habe. und mir gedanken wie "gekauft hätte doch auch gereicht!" durch den kopf gingen. das sind halt die tage wo es zusätzliche arbeit gibt oder unergründlich länger dauert. kein schema, nix. aber so ist das halt bei kindern.

mit rabeneltern hat das mal garnix zu tun, kinder sind anstrengend, definitiv. die meisten menschen sind halt nicht sonderlich belastbar, das ist der punkt. wir beide sind auch noch selbstständig, das heißt arbeit am wochenende ist neben der nach wie vor betriebenen renovierung des hauses eher der normalfall. also die zeit, wo die meisten menschen sich den arsch plattsitzen. 
-w. antwortete am 10. Nov, 13:09:
re evolution
klar hat sie immer recht. weil: wer stirbt aus? bzw welche sozialsysteme? ich sag nicht was gut oder schlecht ist. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 13:16:
booooooooaaaaaaaaaaaaaaaaaah, man-man-man ... herr w. - das iss jetzt aber wirklich mal 'nen vergleich auf unter bildzeitungsniveau. die seit einigen jahhunderten vorherrschende dominanz des abendlandes hat einzig mit ihrer christlichen kulturgeschichte zu tun. aber sicherlich mal rein garnix mit den sozialen gewohnheiten gegenüber ihren kindern. 
-w. antwortete am 10. Nov, 13:53:
selber boah herr tim :-)

nein, auch die umwelt hat sich geändert, und unsere möglichkeiten. das ist nicht das christliche abendland das hier dominiert, sondern die ganz individuellen wünsche der einzelnen menschen. der indio fühlt sich nur solang restlos glücklich in seinen prä"historischen" lebensumständen, solang er nicht weiss, dass man an zahnschmerzen nicht sterben muss, dass das leben nicht ein einziger überlebenskampf sein muss, dass man nicht jeden tag hungrig sein muss usw. (und dass man sich in einer fussballerhose nicht mehr den arsch an jeder baumrinde aufscheuert vermute ich)

diese sozialen strukturen, die so moderne eltern romantischerweise nachzuahmen versuchen (hach schaumal wie süss alle in der familienhängematte, denen gehts ja echt paradiesisch! keine sorgen mit finanzamt und arbeit und leistungsgesellschaft!) passen auf lebensumstände die es bei uns nun mal nicht mehr gibt. und deshalb sind sie jetzt mal rein evolutionär betrachtet ausgestorben.

heisst ja nicht, dass man sie wieder aufgreifen kann. jeder wie er will und wie's ihm spass macht. aber nicht mit dem argument "hat sich am längsten gehalten, ist das beste" 
neuro antwortete am 10. Nov, 14:04:
re
<<die meisten menschen sind halt nicht sonderlich belastbar, das ist der punkt.<<<
das ist aber menschlich. kinderkriegen schon als akt gehört dazu, das ist schon eine belastung, in dem moment, körperlich und emotional - da kommt ein neues mensch aus dir raus!

anderseits wie misst man die belastung. gibts da eine skala. ich denke, es gibt eigentlich nur eine "belastung" die du hast, und das ist die verantwortung. dafür dass aus dem kind etwas wird, worauf er, also das kind aka mensch, sehr stolz sein wird. damit es ein zufriedener mensch ist, der nicht vor jedem problem kehr macht, der eine vernünftige portion respekt und selbstvertrauen bekommt. das lernt man eben schlechter, wenn die eltern bei allen nachgeben.

ich weiss nicht wie eure familienplanung aussieht ( in geschwisterchen?) - früher war das so ( auch bei den gorillaz im dschungel), dass man meistens umgeben von ganzen familien war, viele kinder, kusins, kusinen wo man das sozialverhalten schon sehr früh üben müsste. heute ist es, besonders in deutschland ganz anders. viele familien mit einem kind, die sich von der familie total abtrennen
(besuche nur via voranmeldung an feiertagen). meine mutter ist erzieherin in einer kita einrichtung, schwer haben da besonders die kinder, die sehr behütet in einer heiler welt aufgewachsen sind. manche kinder werden dann wieder aus der einrichting weggenommen,w eil die eltern es nicht ertragen, dass das kind weint oder sich nicht auf anhieb zurecht findet. oder dass ihm nicht alle wünsche von den augen gelesen werden. oder dass man sich anpassen muss oder teilen. es sind oft sehr sensible kinder. also keine arschlochs-kinder<--das ist wieder ne andere sparte. die sensible kinder landen dann oft in privat einrichtungen, wo die eltern sehr viel geld zahlen. dann landen sie nach der grundschule in privat gymnasien. oder waldorfschulen. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 14:10:
da bleibe ich mal bissig: früher hieß das finanzamt wolf oder tiger. es hat sich rein garnix geändert. ich habe - ohne betreuung von außen - mal sehr genau überlegt, warum ich früher als kind so ein verschüchtert ängstlicher kleiner scheißer war - und in der klasse immer der oberclown. meine anfänge mit mädchen: schwamm drüber, das ist fast was pathologisches. habe zum glück eine unverschuldete spontanheilung erfahren.ohne das wäre ich vielleicht ein gestörter vergwaltiger geworden, keine ahnung. aber die grundlage war schon sehr verkorkst.

ohne das jetzt darlegen zu wollen [rubrik: episch] weiß ich heute ziemlich genau über das warum und wieso bescheid. sehr verworren und vielschichtig, dass geht bis auf die familiären umstände meiner eltern zu kindeszeiten zurück. und ich habe noch heute mit diesen altlasten zu kämpfen. wohlgemerkt: ich hatte eine glückliche kindheit und bin recht behütet aufgewachsen. nochmal wohlgemerkt: "recht" ... und ich weiß heute auch, warum ich zum glück anders als meine eltern geworden bin, was ich mir aufgrund meiner fehlenden erinnerung der ersten lebensjahre nie erklären konnte [ich habe als ein bis dreijähriger große teile des tages morgens bei meiner sehr geliebten großtante und mittags bei meiner sehr geliebten oma verbracht. erst heute ist mir bewußt, warum mir diese beiden frauen bis zu ihrem tod gefühlsmäßig immer so nahe standen.]. die distanz die daraus leider zu meinen eltern entstanden ist schmerzt aber irgendwie noch heute. und das, obwohl wir wieder unter einem dach wohnen.

das sehe ich übrigens fernab des themas "kinder" wirklich so. ich bin irgendwann so um die 20 dazu übergegangen archaisch mit dem leben umzugehen. das heißt im klartext wenn ich 'ne frau flachlegen will habe ich auf jeden beratungsteil von zeitschirften geschissen und es ihr schlicht und ergreifend klar gemacht. ich habe bei jdem einstellungsgespräch und jeder juristischen auseinandersetzung von klartext bis fraktur alles durch. das ganze sozialgeschwurbel kann mich mal kreuzweise. ich vertarue meinen instinkten. das habe ich selbst in den situationen gemacht wo mein hirn laut aufschreiend "TU DAS BLOSS NICHT!!!" in de raum warf. und es war immer richtig. das ist letztendlich das, was unsere gesellschaft verloren hat. vor lauter vergeistigung mit fürs und wieders [siehe tante neuros männerproblematik] haben die meisten den blick fürs wesentliche verloren.

edit: geschwister sind geplant, aber nicht beschlossen. auch eine altersfrage da wir echte spätberufene sind. und was das behüten angeht: als am wochendende eine dreijährige mit einer fantaflasche auf den kleinen eingeschlgen hat habe ich die schläge auf den kopf abgefangen, aber den rest durchgelassen. ich denke, das reicht als sinnbild für das, was ich unter behüten verstehe. wenn er hinfällt oder abrutscht greife ich nur ein, wenn ich sehe, das es richtig schief geht. alles andere lasse ich passieren. und das kind ist wirklich hart im nehmen, das hat sich letztens fast die zunge durchgebissen, blut überall in strömen [ein zentimeter breit und einen halben tief, das war kurz vor nähen] - und ein paar stunden später war das trotz unübersehbarer schmerzen schon so gut wie gegessen.

und was die verantwortung angeht: ich habe früh gelernt damit umzugehen. hohe alltägliche verantwortung ist für mich seit jahren alltag. das schult natürlich im gegensatz zu "normalen" menschen. 
neuro antwortete am 10. Nov, 14:23:
ah je, die disskusion entwickelt sind in eine komische richtung
@tim- ihr seid exoten :-) , ich kenne wirklich kein paar das so ist. weil sich die meisten eben wünschen, dass das kind alleine im bettchen schläft. oder mal anders ausgedrückt - ich würde nicht an mit meinem partner rummachen wollen, während das kind daneben schlummert. abgesehen von den milchbrüsten. ich würde aber auch nicht vor meinen kind nackt rumlaufen. da gibts welche die das machen weil ganz natürlich und so. ich finde das nicht so ganz natürlich.

wie auch immer. bin mal gespannt wie sich das bei euch entwickelt und was passiert, wenn ihr beschliesst, dass der junge irgendwann mal doch in eigenem bett schalfen soll.

übrigens - in d gab es eine mutter, die gegen die schulpflicht ihres sohnen gekämpft hat, weil sie ihn stillen wollte/müsste. ich glaube, sie hat vors gericht gewonnen. ich weiss es aber nicht.

übrigens 2.. seltsam. meistens sind das die jungs, die lange gestillt werden. oder? oder hab ich nur immer nur zufällig das so mitgekriegt... 
-w. antwortete am 10. Nov, 14:29:
re sensible kinder
alle kinder sind sensibel neuro.

viele lernen nur das falsche, nicht nur, aber auch von den eltern. wenn die ihren kindern oft beibringen, was sie selber "die schule des lebens gelehrt" hat, und das war nix gutes, dann sind wir wo wir eben heute sind. mit den kindern und in der gesellschaft. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 14:31:
zufall, ich kenne im netz wie kindergeschichten, da waren bzw. sind es mädchen. interessanterweise wieder die gleiche soziale struktur die ich oben schon mal ansprach. nachbar hintere grundstücksgrenze: zwei mädchen, beide über 12 monate gestillt. super wilde mädchen.

was das fummeln angeht: wir haben zwei große betten. und wir nutzen sie auch.

nackt vor kind habe ich keine probleme. das ist mit der ganzen pädo thematik leider fremdbelastet worden. ich erinnere mich noch daran, dass die frau des chefs von meinem vater auch öfter nackt ins zimmer kam wo wir kinder waren [3-5 jahre, vier stück]. und das war nicht in einem swinger club sondern in einer jagdhütte. da hatte die - aus "feiner gesellschft" stammend - keinen streß mit. auch hier kann man nur konstatieren: die gesellschaft verliert in teilen ihre bodenhaftung.

p.s.: es gibt natürlich auch so stillfundamentalisten - siehe die schulstilltante. das ist eindeutig nicht meine liga. der staat versäumt bei dem thema leider ein wenig seine aufklärungspflicht. wir hatten eine who/unicef zertifizierte geburtstation für die geburt ausgesucht. da ticken die uhren völlig anders als in einem normalkrankenhaus. das sollte eigentlich standard der aufklärung sein. und die rannten da bei weitem nicht alle mit lila pulli und strickschal rum, das waren im gegenteil alles sehr engagierte höchstprofessionelle fachkräfte. inklusive einer recht zackigen chefärztin der diese einstellung nauch nicht gerade im ersten blick zuzordnen war. aber sie hat es letztendlich veranlaßt [die sehr schwierige zertifizierung die nachfolgend immer überprüft wird. das ist so sternekoch-liga für geburtsstationen.]. die drei -sterne-fraktion ist dann das hier: //www.vph-bensberg.de/aktuelles/aktuelles-detailansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=160&tx_ttnews%5BbackPid%5D=1290&cHash=98c387d47e - die trauen sich sogar noch eine becken-endlage geburt ohne kaiserschnitt zu. das ist in deutschland meines wissens nach fast oder sogar absolut einmalig. großes tennis halt. 
-w. antwortete am 10. Nov, 14:34:
und @tim
mir taugt das schon übrigens wie du euer familienleben beschreibst. sicher jede menge spass und sehr friedlich bei euch. nur für mich (und uns daheim) wärs nix so eine grossfamiliensituation, aber ich bin ja auch bekanntermaßen eine zwiederwurzn. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 14:54:
die schule des lebens. boah ... genau die hat schon so einige jahrgangsdurchschnitte echt versaut. ich finde den zustand unserer gesellschaft gegenüber kindern übrigens teilweise katastrophal. und das bewerte ich aus rein volkwirtschaftlichen gesichtspunkten, also monetären aspekten. schlicht und ergreifend eine katastrophe. das fängt bei der kita-nummer an. persönlich könnte mir das alles scheißegal sein, ich werde wahrscheinlich jede sonderlösung zahlen können. aber in der gesamtheit ... man, man man.

das denke ich immer, wenn ich im nachbarland bin und sehe wie die holländer ihre kinder lieben. da braucht man garnicht hinsehen, das drängt sich durch reine anwesenheit auf.

p.s.: ich würde sagen, dass es sehr friedlich ist, aber es knallt natürlich auch hin und wieder. und ich weiß meistens schon einen tag später nicht mehr warum. manchmal sind halt alle drüber.

p.p.s: natürlich sind alle kinder sensibel. wenn ich zum gesprochenen satz noch den verbotsblick aufsetze [kein freundliches gesicht] reicht das meistens für ein total verschüchtertes kind was lieber die finger von dem läßt, was es gerade im schild führt. naja, zumindest in ca. 37,4 % aller fälle ... (o; 
-w. antwortete am 10. Nov, 15:07:
:-)
>>> ich finde den zustand unserer gesellschaft gegenüber kindern übrigens teilweise katastrophal.

ich würde so sagen: ich finde den zustand unserer gesellschaft gegenüber erwachsenen vorwiegend katastrophal. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 15:21:
... mal abgesehen von ungerechten fußballentscheidungen: warum?! 
neuro antwortete am 10. Nov, 15:27:
puh
<<die trauen sich sogar noch eine becken-endlage geburt ohne kaiserschnitt zu.<<<<

ads. ich würde den arzt verklagen, wenn er mir nicht sofort den kaiserschnitt machen würde. und pda. und wenn das kind heult und heult und die hebamme sagt " sie müssen halt viel geduld haben" und das kind die brustwarze blutig beisst - da würd ich auch die hebamme ganz schnell rauschmeissen.

ich sehe, da gibt es die fraktion, die weiss, was das beste für das kind ist. wissenschaftlich bewiesen dinge wie muttermilch, natürliche geburt, keine schmerzmittel usw. ich kenne die andere seite. frauen die schon soviele probleme bei der ersten geburt hatten, die dann bei der zweiten geburt den arzt fast umgebracht haben, weil er auch so ein pro-natürlich war, und für den kaiserschnitt war es plötzlich zu spät. leute, die der mutter weissmachen wollen, sie macht das alles falsch usoweita. frauen die froh und glücklich sind endlich abzustillen, weil der kleiner racker soviel heult und soviele blähungen hat, dass er die nächte nicht durchschlafen kann, da wäre so ein gläschen wein gar nicht verkehrt. und anders: frauen die warten sehnsüchtig abzustillen, weil sie sich wie so gebärmaschinen fühlen und die stilleinlagen, das macht alles irgendwann mal keinen spass. und wenn man keinen spass hat, merkt das das baby und dann sind alle nicht sher glücklich. na ja, das ist so ein volk das ich kenne. es gibt die fraktion, die den kindern bei 40 grad fieber komische zwiebelumschläge macht und das kind soll salzlösung gurgeln. es gibt dann die gegenfraktion, die ein hustensirup gibt und wenn es nach drei tagen nicht weg geht, doch zu antibiotika greifen muss, während die andere fraktion imemr noch diem zwiebelumschläge macht. beide kindern werden nach ca. 10 tagen gesund, aber wäre das mein kind, könnt ich das mit den zwiebelwickeln nicht machen.

da gibts die eine fraktion, wo die kinder von geburt an, ein recht auf freie entfaltung haben. das äussert sich so: das kind darf alles machen, alles sagen, das kind steht im mittelpunkt. das kind lässt die anderen nicht mit eigenem spielzeug spielen lassen. wenn ein anders kind zu besuch kommt, dann wird das spielzeug halt versteckt. das problem ist dann kwasi versteckt. die mutter hat jetzt zum dritten mal die schule gewechselt ( beziehungen ) weil jede schule scheisse ist <-- sprich - das kind wird als wunder der natur angesehen. ehrlich gesagt - mir ist die andere fraktion, also die wo sich die mutter fragt " wann hab ich eigentlich mein altes leben wieder" sympatischer als die, die sich aufopfert. ich meine sie selber sehen das nicht als aufopferung, das ist klar. das sieht nur die andere fraktion so. 
timanfaya antwortete am 10. Nov, 15:50:
wir hatten eine beckenendlage, da gab's zum kaiserschnitt oder behnsberg gar keine auswahl. nach behnsberg fahren die, die es wollen. das heißt noch lange nicht, dass es klappt. unsere chefärztin hatte noch einen "innere wendung" [also mit äußerer "gewalteinwirkung"] als möglichkeit vorgeschlagen. unsere intuition sagte: lass mal gut sein. es gibt für alles einen grund. letztendlich gab's zwei wochen zu früh 'nen blasensprung und es wurde eh etwas hektisch ...

fraktionen sind für den arsch. egal worum es geht - das wichtigste bei allem ist: man muss da im idealfall 100% zusammen dahinter stehen. das ist das wichtigste. das kind - egal wie klein - merkt alles. im bauch und nach der geburt. als wir in gewissen situationen am anfang noch etwas unsicher waren hat sich das sofort - also sofort! - auf das kind übertragen. und ich glaube ein großer teil der gesamten entspanntheit des kindes ist auf die - trotz einiger komplikationen - sehr entspannte schwangerschaft zurückzuführen. nur das konzert mit seal [übles gestrampel!] auf diesem festival, dass wird er uns wohl nie verzeiehen ...

//www.northseajazz.com/en/history/2009.aspx?date=20090712


p.s.: alltime blähungsfreies kind! Y-E-A-H !!!! 
dus antwortete am 10. Nov, 17:20:
sehr anstrengend zu lesen. 
dus antwortete am 10. Nov, 18:28:
mein status:

leben und leben lassen.

auch wenn ich persönlich die modernen aufwachsmethoden teilweise als sehr egostisch
(elternseits) empfinde. die kinder müssen später frustration aushalten und überwinden,
da draussen, im leben .... ich finde die ganzen kevins, die jetzt ins berufsalter kommen schon so schrecklich und ich habe manchmal angst, dass "das" noch viel schlimmer wird.
lauter grenzenlose geschöpfe, die eben nicht kind sein dürfen, weil ihr sinn nur ist, den eltern sinn zu geben. kind als statussymbol usw.

und als kontraprogramm dann die sozialen fälle mit 5 oder mehr kindern, die sich einen scheissdreck kümmern....

mal unter uns, wir sind ja hier fast unter uns: ich traue mir heute nicht mehr zu, ein kind aufzuziehen und werde auch keines mehr aufziehen. den mut hatte ich früher wg. meiner grenzenlosen naivität.
ich krieg gerne mal den stempel der frustriersten bald alt-lesbe oder pseudo transgender, wo voll dagegen is und so, wa... - nö, ich finde es toll, wenn menschen heute den mut haben, nachwuchs in die welt zu setzen und sich bemühen, das kind aufzuziehen, nach bestem wissen und gewissen. find ich super.

aber was ich auch sage ist, dass man als eltern sich immer wieder mal zurückziehen sollte, also jeder mensch für sich und seine motive klären sollte - nur für sich. kein großes drama.
das hab ich auch den eltern von meinem patenkind gesagt. das kind wird übr nicht mehr gestillt und hat jetzt sein eigenes zimmer und bett.

vielleicht ist es doch manchmal der eigene wunsch, dass das kind einem wärme gibt, als andersrum.
ich plädiere auf nichts weiter, als dies regelmässig zu hinterfragen.
ich finde wenn ein kind 1 jahr alt wird, dann ist es kein hilfloses kleines würmchen mehr, sondern ein mensch mit persönlichkeit, eigenem raum und bedürfnis auch nach abgrenzung.

wissen tu ich nix. und mit argumenten kann man mich schnell schachmatt setzen. (jaja, du hast ja kein kind, blabla) - macht mir aber nix aus. ich hab das recht gut überwunden. 
neuro antwortete am 10. Nov, 19:01:
leben und leben lassen ist gut
für mich war das schon etwas huch und oh - weil wir ja so schön unter uns sind, dann sollte bekannt sein, dass ich so meine erfahrungen habe auf die ich hier nicht näher eingehen will..daher nehme ich mir das recht mitzureden. in meinem umfeld haben grade viele kinder bekommen. viele väter nehmen sich urlaubszeit - eh elternzeit. auch da mach ich huch und oh. ob sie wissen was auf sie zukommt. dass ein kind nicht nur einfach da im bett liegt und schläft. dass man mit dem kind einiges machen muss, sich beschäftigen, bücher vorlesen, lieder singen, spazieren gehen und viel dabei erklären, auch mal im regen und im matsch. ein kollege sagt, prima, ich kriege elterngeld und kann die wohnung renovieren.

elternzeit ist superspannend, schön aber auch anstrengend. man kann heute als mutter das aber kaum sagen, es ist anstrengend. aber es ist verdammt anstrengend und die probleme werden nicht kleiner sondern grösser. und man leidet mit als elternetil, man wird das nicht los. man wird nie kalt. nichts lässt einen kalt stehen, wenn dein eigenes kind probleme hat. und wie gesagt, die probleme werden grösser und mehr. egal wie sehr man sich anstrengt dem kind das beste zu geben. irgendwann man steht das kind in der welt und trifft arschlöcher. und du würdest die ganzen arschlöcher in betonschuhe stecken, du könntest die schule samt aller lehrer nach sibirien schicken und das kindergarten in die luft jagen. geht aber nicht. oder sonst was passiert.krankheit. und man leidet mit , ob man es will oder nicht, emotionale abgrenzung , sowas gibt es gar nicht. es ist manchmal wut, trauer, sorge, stolz, und auch schlechtes gewissen gehört dazu. hätte man, würde man , ist aber nicht. hätte man doch alles anders gemacht. aber dann passiert wieder irgendetwas und man will das in die welt schreien wie stolz man auf das kind ist. man ist aber auch ein bischen stolz auf sich selbst. manchaml hat man es nicht ganz leicht. da ist nix mit beide elterneteile stehen 100% hintern das was für ein kind gut ist. ich sage sogar, ich kenne kaum ein paar, wo das so ist. irgendwie gibts überall kämpfe kämpfe kämpfe. krämpfe. und ritalin. und adhs. und soweita.

wenn ich solche schöne geschichten lese, wie beim tim, wo alles super ist und alles passt - ich frage mich automatisch wo da der haken ist aber es gibt vielleicht keinen haken. und die frau hat keine probleme mit den brüsten und macht sich keien gedanken, was mal wird wenn das kind immer wieder mehr will und schreit und man macht alles damit es nicht schreit. aber , man sollte nicht denken, was wird. oder was war, sondern die gegenwart geniessen ( abt. kalenda-sprüche 3.0 )


re- sensible kinder. ich glaube nicht dass alle kinder sensibel sind. es gibt kinder marke russische panzer. die gibt es. die laufen und laufen und machen alles platt beim laufen. die fallen um, stehen wieder auf und machen weiterhin alles platt. und sie zwicken andere kinder, wann und wo es denen passt. sie waren als babies vielelicht sensibel. 
dus antwortete am 10. Nov, 19:27:
hm keine ahnung.
meine ehe und familie war die reinste katastrophe mit endstation klapsmühle.
ich will keinem sagen, dass ich es besser weiss.

die menschen sind ganz verschieden, also wachsen kinder auch verschieden auf.
ich habe mein kind über alles geliebt und auch heute ist das noch so und ich habe mein kind aufgegeben, eben weil ich es liebe. ich kann mich aber noch gut erinnern, wie anstrengend die zeit mit dem kind für mich manchmal war, als es klein war. kholiken, 6,5 monate. ich war selber oft völlig am ende und immer war das kind aber zuerst dran. ich bin einfach gegen diese abzeichen mit urkunde perfekte familien, ich glaube da nicht dran einer bezahlt da und in diesen heileheile familien glaube ich bezahlen die kinder die rechnung. kinder sind blutsauger. und die kraft hat man nur weil man sie so liebt. alles andere ist für mich weichspüler mit videofilter.

ich will nur immer und immer wieder wie so ein bekehrer in der fussgängerzone sagen:
prüft eure motive. amen! 
dus antwortete am 10. Nov, 19:38:
da fällt mir was ein!
vielleicht gibt es unterschiede zwischen (sehr) jungen und älteren (bis sehr viel älteren) eltern?
und ich glaube, beides hat vor- und nachteile. 
neuro antwortete am 10. Nov, 19:39:
übraginga
offtopinga das wart war EGAL


- ich glaube ja. ich glaube einfach JA, da muss es unterschiede geben. 
dus antwortete am 10. Nov, 19:41:
aber wg dem eigentlich egal
gabs doch noch was? 09?
spinn ich?

-
ja wir haben es geklärt, es liegt daran, ob man 19+ 1-3 oder 30+x kinder kriegt.

jippie wir haben die lösung! 
timanfaya antwortete am 11. Nov, 09:45:
das mit dem alter ist sicher völlig individuell. bei mir spielt es eine große positive rolle. ich bin mit 41 vater geworden und es gab in meinem leben keinen besseren zeitpunkt. ich muss mich nirgendwo mehr beweisen, bin beruflich gelandet, arbeite deutlich weniger als noch vor 10 jahren und bin einfach rundherum entspannt. ich brauche keinen kick mehr im leben, ich hatte schon mehr als genug. wenn sich was ergibt - okay - aber ich suche nix mehr. ich weiß einfach, das ich nicht mehr verpasse oder verpaßt habe. das glück liegt vor der haustür - nicht an einem ort zu dem ich flüchte. dazu kommt, dass ich körperlich so fit bin wie das letzte mal vor 20 jahren [disziplin + schmerz]. ich denke also, dass ich die nächsten 20 jahre noch zufreidenstellend durchhalte. meine frau ist zwei jahre jünger und hat einen ähnlichen lebensweg hinter sich, inkl. einer gescheiterten ehe. diese - unsere - entspanntheit überträgt sich zweifelsohne auf das kind, was ein sehr sehr pflegeleichtes ist. keine koliken oder sonstwas, im prinzip immer eine grinsekatze und durchweg sehr gesund. was trotzdem schon anstrengend genug ist.

seit ein paar tagen gibt es aus verschiedensten privaten gründen eine größere und spürbare anspannung bei uns, wir sind gerade ziemlich am limit. geld, schwere krankheit und tod, alles auf einmal in der familie. merkt man dem kleinen sofort an. unleidig, kwengelig, mega-anhänglich. jesper juuls große these ist die der adaption und kooperation. und da glaube ich fest dran, ich hinterfrage es jeden tag und sehe es bisher bestätigt.

womit wir beim hinterfragen wären. gaaaanz wichtig. jeden tag hinterfragen warum man was mit dem kind so oder so macht. das mit dem im bett schlafen hat z.b. einen sehr praktischen hintergrund: das kind fühlt sich unterbewußt behütet und wird nachts nie [es gab in 12 monaten etwa eine handvoll ausnahmen - bei zähnen und erkältung] wach. wenn doch, fühlt es uns, fühlt sich sicher und schläft wieder ein. gestern haben wir uns von einem seiner spielkameraden angehört, dass der zwischen eins und halbvier mal wieder ordentlich die bude gerockt hat. sowas gab es bei uns noch nie. nur noch mal zur erklärung: bis wir ins bett gehen schläft der kleine da schon ca. 3 bis 4 stunden darin allein [das zeitfenster klappt meistens ohne "zwischenfälle"]. und natürlich hinterfragen wir sowas, aber letztendlich ist das sein wunsch. einem einjährigen schon die große schule des lebens in form von verzicht beizubringen ist verhaötenspsychologischer kwark, das wäre wie eine abi-prüfung in der grundschule. "verzicht" ist für diese stufe der hirnentwicklung viel zu abstrakt, das ist erst mit zwei bis drei jahren vermittelbar [dann sollte es aber auch vermittelt werden]. der kleine ist ja gerade mal in der lage auf etwas zuzulaufen, auf das man zeigt um es aufzuheben und zu bringen [also ... *räusper* ... manchmal]. und selbst das ist schon eine seeehr abstrakte umsetzung für dieses alter.


also: hinterfragen. JA! sehr, sehr wichtig. empfehle ich auch dringend für beziehungen.


und was die perfekten familien angeht: das kann und darf nicht das ziel sein. das ist eine erfindung der werbe- und ferneshindustrie. wenn man in dieses schema paßt, naja, was soll's - aber wem nützt es? so gesehen sind 95% aller meiner freunde "perfekte familien". das ist doch alles kwark .... das einzige was ich anstrebe ist ein glückliches kind, dass sich in der gesellschaft bewegen kann, kristisch bleibt und nicht auf befehl durch den brenenenden reifen springt. also ein gefühl für freiheit entwickelt. mit allen verbundenen vor- und nachteilen. wenn "ich" das halbwegs hinbekomme, dann habe ich in meinem leben so ziemlich das größet erreicht, was man erreichen kann.

und, nur mal so zur einschätzung: wir hatten uns vor den berühmten untersuchungen und messungen dafür entschieden auch ein behindertes kind "zu behalten". perfektion ist nicht das thema. das thema heißt liebe. 
dus antwortete am 11. Nov, 10:52:
huhuh timan
ich finde schon, dass das alter zumindest einiges an fragen oder differenzen klärt.
wenn ich 41 bin ist mein sohn 19 jahre alt. also selber ein erwachsener.
ich finde, das erklärt viel.

wg dem bett und dem zwangsverzicht auf nähe. scheint ein missverständnis zu sein.
ich finde einfach, die erwachsenen brauchen ihren bereich, ihre zone. kinderfreie zone.
und ich finde, die erwachsenen müssen die motive hinterfragen, die kinder können das nicht.
will ich dem kind nähe geben oder soll das kind mir nähe geben? usw.

ausserdem:
man ist nicht nur mama,papa,eltern - man ist auch individuum, frau/mann und mensch. und partner.
ich krieg einfach die krise wenn ich an eine emailadresse mamapapa@urldeskindes.de schreiben soll.
und diese menschen eigentlich meine freunde sind. und vornamen haben. für mich zumindest. 
-w. antwortete am 11. Nov, 14:38:
"theorie" vs. praxis
wir hatten 15 jahre lang gelegenheit, uns bei jedem gespräch über kinder(erziehung) das killer-argument "ihr habt ja keine, was wisst ihr schon, wartet mal selber ..." anhören zu müssen. schliesslich hatten wir dann aber doch und habens auch im wesentlichen so gemacht wie wirs uns (kinder- und ahnungslos) seinerzeit vorgestellt hatten. und es lief gar nicht so schlecht.

als kinderlose twens konnten wir uns nicht vorstellen, dass unser(e) kind(er) bei uns im bett schlafen, also haben wir das auch in unseren 30ern nicht eingeführt. endlos-radikaldiät und jeden tag 5x höllische schmerzen beim stillen? nein danke, da reichen dann auch 4 monate. heimchen am herd? nicht vorstellbar, für keinen von uns. und entsprechend haben wirs auch organisiert.

würde ich heute was anders machen, nun schon in gesetzterem alter und nun mit tatsächlich praktischer erfahrung? was mir mit 20 gestunken hat, stinkt mir grossteils immer noch. also nein, denk ich. 
dus antwortete am 11. Nov, 14:40:
oooch w, du machst meine ganze alterstheorie kaputt.
klippklapp, jetzt haben wir den salat.
das türmchen ist eingestürzt!
und ich bin weiter verwirrt.
wollte endlich mal ordnung machen hier...

oooch w!!

//hängeschultern, unterlippe vorgeschoben 
-w. antwortete am 11. Nov, 14:54:
:-)
verwirrt macht dich xesy. 
dus antwortete am 11. Nov, 15:25:
aber wilhelm, ich sehe zur zeit garnicht so schwul aus wie sonst.
:-P 
-w. antwortete am 11. Nov, 15:28:
aber ich B-)

mfg -w.ilma 
neuro antwortete am 11. Nov, 16:43:
alles schön und gut
abt. kalenda sprüche 3,5.0

was ich halt nicht kapiert habe, deshalb das oho und huch, dass man freiwillig und beideseitig so eine einstellung hat wegen dem im bett schlafen ( und auch stillen) weil ich das noch nie so gehört habe. und dass man damit super glücklich fährt. meistens hiess es eben: wie krieg ich dazu mein kind allein bettchen einschlafen zu lassen ? da gibt es auch sehr viele ratgeber dazu. aber wenn ich die ausführungen von tim lese, kann ich nachvollziehen, wieso und weshalb, hörts ich alles super an. echt. 
timanfaya antwortete am 12. Nov, 10:06:
nur noch mal zur ergänzung: das war überhaupt nicht so geplant. selbstverständlich steht bei uns auch ein [unbenutztes] kinderbett und in der küche steht irgendwo hinten im schrank ein [unbenutzter] flaschenwärmer. und wir haben unegfähr 20 schnullertypen [ungenutzt] und ebensoviel [unbenutzten] flaschenaufsätze + fäschchen [inzwischen trinkt er aus - anderen - flaschen, aber das jetzt geht's natürlich um saft und überwiegend um wasser ...*schlorck*].

und was das individuum angeht: das sind wir nach wie vor. und nicht nur zwischen acht uhr abends bis acht uhr morgens [ ... btw. ... 8 uhr morgens!]. aber man sollte sich - im sinne des kindes - vorher schon vielleicht ein paar gedanken darüber machen, dass man das eigene ego mal für 2 jahre ein wenig zurückschraubt um nich tdie ganze zeit damit beschäftigt zu sein, dem kind ungefiltert den willen der erwachsenen aufzudrücken. und da habe ich - sicherlich aufgrund meines alters - bisher eigentlich überhaupt kein problem mit. wobei der, der sich hauptsächlich um das kind kümmert selbstverständlich deutlich stärker belastet ist, als der, der abends mal für ein paar stunden den hofnarren spielt. man muss einmal über die geistige hürde, dass im prinzip nix mehr planbar ist - und wenn man das mal verinnerlicht hat, dann ist alles bingo.

und noch mal zum schlafen: wir kommen ja im prinzip nur zum schlafen ins bett, den kleinen bemerke ich dabei höchsten ein paar minuten beim einschlafen und beim aufwachen. ich sehe da also keine individuelle störung. und wenn ich noch was lesen will ist das kein problem, davon wird er nicht wach.

p.s.: auch, wenn ich mir hier wie der totale exot vorkomme - ich kenne neben unserer nachbarfamilie [sek II musiklehrer und opernsängerin] relativ viele paare, die es so oder so ähnlich handhaben. da habe ich erst gestern wieder jemanden in der familie kennengelernt die das im prinzip eins zu eins so macht. 
-w. antwortete am 12. Nov, 14:58:
ich hab auch noch was zur ergänzung. zwar in einem TOTAL anderen zusammenhang (link), aber als ich das heute früh gelesen hab, hat es mich an diese diskussion erinnert und schien mir eigenartig passend, auch als kalenderspruch evtl:

Our children are watching,
And when they see us crumbling it gives them reason not to build,
When they see us dying reason not to live,
Our children are watching.

schönes WE ihr alle! 
neuro antwortete am 12. Nov, 15:07:
ellich gesagt
ich bin immer noch auf dem huch und oh trip. und ertappe mich dabei, zu denken, sind denn jetz alle eltern die die kinder aus dem eigenem bett raus befördern, eigentlich nicht so toll, wie die anderen.
wie auch immer. ich habe mich in diesem thema total verloren. der faden ist irgendwie weg.

@tim

übrigens. die ganze kachelmann geschichte ist an RT total vorbei gegangen, stelle ich grade fest. das muss ich unbedingt mal näher erläuertn, denn ich habe schon wieder eine super geschäftsidee. sms-facebook-accounts-mail-smartphone manager für smarten bigamisten. weiss nur nicht, als app oder lieber als dienstleistung mit monatspaketen. 
neuro antwortete am 12. Nov, 15:55:
die katzenkwote
 

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