mageres weibsstück

Sharon Osbourne hat offenbar etwas gegen Nicole Kidman. (blablablabla) sie nannte den Hollywood-Star im Fernsehen "ein mageres Weibsstück", das "eine verdammt gute Mahlzeit braucht". Die Australierin habe noch letzte Woche Berichten, dass sie viel zu dünn sei, widersprochen: "Ich bin immer dünn gewesen. Ich wiege jetzt genau so viel wie immer.".

die leute fragen sich nicht mehr, ob jemand hübsch ist, oder ob jemand irre ist, oder ob jemand drogenprobleme hat, man fragt sich nicht im stillen ob man selbst irre oder hässlich ist, heute gibts nur noch den krieg zwischen fett und mager. die fetten greifen die mageren an und die mageren giften zurück mit starren, bohrend-anämischen giftblick, wobei sie dabei fast die balance verlieren und den festen boden unter den beinen. in diesem schrecklichen zustand sind sie dann auch bereit, sich mit einer art der menschenrechten-antidiskrimierungsgeschichte, mit einer art gefühl bei der medien zu bedanken, und die starfotografen, die sich zufällig am ort des geschehens befanden, glauben, dass sie auf den gut vorgespielten inneren widerstand bei ihnen stoßen werden, auf verschiedene psychologische barrieren, die sie sehr gut ins lampenricht umsetzen könnten.

die fetten wissen dann auf einen schlag was zu tun ist. rasch und geschickt wie die gazellen, wollen ihren teil vom großen kuchen ergattern und ihre lang angestrebte diät hat in diesem augenblick null priorität für sie. sie erzählen ungefragt, in vielen verschiedenen, bunten wörter, wie glücklich sie sind in ihrer haut und dass die molligen zb. aufjedenfall-den-besseren-sex haben, in zeitschriften dann fotos aus glücklichen zeiten vor dem hintergrund des ehemannes, noch bevor der ehemann sie verlassen hat, aber das aus gründen die mit ihrer figur nichts zu tun hätten, man hätte sich auseinander gelebt, aber das nur am rande.

und so geht der fett-mager-krieg unter dem medien-deckmantel fort.

aber vielleicht kann in wirklichkeit kann nicole nicht anders, weil sie ein doppelleben führt, wie schon viele helden vor ihr, nachts schlüpft sie in eine andere haut, ein anderes menschenkostüm, ein tageslichtscheuer teenagerkörper, was sie auf die dauer sehr erschöpft, einmal das ständige doppel-leben, zweitens der energie und der fettzellenaufsaugender wahn, einen teenagerkörper fit zu halten.

würde

mir ein wirrer, ungeduldiger verrückter, eine schallgedämpfte pistole an die schläfe setzen und sagen: los, mädchen, jetzt sag mir auf die stelle und sofort, was deine negativste charaktereigenschaft ist, dann würde ich wahrscheinlich eines grausames todes sterben, zermetschter kopf auf beton, noch bevor ichs zu ende überlegt habe.

nicht weil ich dann eventuell dermassen tief in gedanken versunken wäre, so dass ich nich mehr ansprechbar wäre. ich würde einfach nicht wirklich wissen, welche jetzt die negativste wäre.

na vielleicht ist das die schwarzmalerei.

wäre ich nicht schwarzmalerisch, würd ich im namen der menschlichkeit und toleranz, nächstenliebelehre und vorurteilsfreiheit, verständnis und akzeptanz, noch einmal an das gute glauben können, bevor ich dann eines grausames todes ( zermatschter kopf auf beton) sterben würde. vielleicht aber auch nicht, was ich mir zwar nicht vorstellen kann, aber die neuesten wissenschaftlichen untersuchungen sagen: Freunde erkennen sich sofort. Urteil zur Art der Beziehung zu einem anderen Menschen fällt schon nach Minuten.Die ersten Minuten beim Kennenlernen entscheiden, ob sich zwischen zwei Menschen eine enge Freundschaft entwickelt oder lediglich eine lockere Bekanntschaft. Dass der erste Eindruck häufig entscheidend ist, wissen Psychologen bereits länger. Doch das Urteil wird viel schneller gefällt als angenommen und bestimmt den weiteren Verlauf der Bekanntschaft, haben amerikanische Kommunikationswissenschaftler herausgefunden.. und amerikanische wissenschaftler gelten wieder als seriös in der forscherszene.

diese erkenntnis haut mich jetz nicht um, aber heisst das im klar text für mich, einmal feind, immer feind. einmal freund immer freund. ein feind wird nie ein freund und ein freund wird nie zum feind? im dating-kontext bedeutet das eine arschkarte, ein zonk und eine ohrfeige für den mann wegen: erster eindruck zählt. und für den ersten eindruck ist es oft zu spät, denn frauen haben sehr scharfe augen, die sehr detail-geil sind, haben sehr scharfe hirnnerv-enden und fühler, die alles einscannen und sich nur drum schlagen, eine entscheidung zu fällen. abrakadabra simsalabim und zack, die entscheidung hergezaubert. sie liebt ihn, denkt aufgrund der biologischer uhr, an die kinder und steuerklasse-änderung. zusätzlich kommt die tatsache hinzu, dass frauen mit den augen ihrer seele die welt betrachten.

bei männer ist das anders, da wird die entscheidung erstmal nach strich und faden vertagt und taucht dann nach ca 2 jahren fester beziehung wieder auf, wo ihm dann einfällt, dass sie wohl doch nicht die richtige sein könnte. da können sie auch nix für. da geht die tür auf und alles ist futsch, die ganzen gefühle rausgeflogen wie schmetterlinge. einfalter, eintagsfliegen, die hätten auch eines graumsames todes sterben können, damals, am anfang, in den ersten minuten. ich spiele weder empörung, noch solidarisiere mich jetz mit ihnen, mir wird bloß auf einmal wieder alles klar. denn ( das sind jetz meine ganz persönliche, neurountersuchungen und keine amerikanische studie): jede frau weiss, was der mann beim "ersten mal" getragen hat und kann das detailsgenau, originalgetreu und bildlich darstellen. der mann weiss es meistens nicht. weil bei ihm die entscheidung aufgrund einer innerlicher sperre, in diesen ersten minuten, nicht deutlich klar vor den augen lag. ist ganz klar.
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