purzeln bekloppt

ich habe bobachtet dass ich oft nachdenke, ob andere menschen glücklich sind. man sieht die gesichter in der bahn und fragt sich ob manche nur so trist aussehen weil das wetter scheisse ist oder ob sie evntl. sehr viele probleme, schulden, frau durchgebrannt mit einem liebhaber, unartige kinder haben die so viele sorgen verursachen..wer weiß.

glückliche menschen erkennt man oft daran dass sie titel-filmmelodien nachpfeiffen, tanzen, comic-zeitschriften lesen, mit kinder das spiel spielen: ich sehe was du nicht siehst, bunte klamotten tragen oder tragen aktenkoffer mit lustigen aufkleber [clowngesichter, smileys, baby am bord etc.] oder kaugummikauen mit blase-machen oder laut bonbons lutschen und schmatzen dabei.

deshalb hab ich immer echinacea-waldbeeren bonbons dabei, alternativ WICK SAURAPFEL, die lutsch ich immer im mund, wobei die mittels zungenmuskulatur, von einer backe in die andere backe befördert werden. lutschbonbonwanderung in der mundhöhle. dabei muss ich immer drauf achten dass die zähne nicht draufbeissen, denn manchmal kommunizieren meine zähne nicht so richtig mit mir [ zähneknirschen - das tun viele menschen, ohne sich dessen bewusst zu sein - sie wundern sich dann höchstens am morgen über seltsame kieferschmerzen oder werden von ihrem zahnarzt gelegentlich auf sonderbare abnutzungserscheinungen an ihren zähnen aufmerksam gemacht]..

denn dann ist das vergnügen ganz schnell vorbei. bonbon wird zerknirscht, zermahlen und runtergeschluckt ohne dass es die möglichkeit hatte irgendwelche, für menschen aber sehr wichtige, glück endorphine frei zu setzen. rein medizinisch gesehen ist glück das ausschütten von endorphinen im gehirn , ein 6er im lotto und schon purzeln die endorphine wie bekloppte.

dann eben ein neues bonbon, neues lutschglück und ein neues problem: wohin mit dem bonbonwickelpapier? [ evnt. ein kleines ritz zwischen den sitzplätzen? ] übrigens finde ich gut, wenn man probleme aus eigener hand lösen kann und niemanden braucht zu erniedrigen um sich selbst zu erhöhen. und das ist die wahre kunst zu siegen ohne zu kämpfen.

scheinlogik

manchmal, aber nur manchmal wäre ich gerne eine aufzieh-uhr. so eine die man rechtzeitig wieder aufziehen kann, bevor die musik aufhört. oder damit sie nicht aufhört.
mit einem stufen-regler, um einbisschen kontrolle einzubehalten: langsam, mittel, schnell. meine batterien sind leer, mein innerer creativ direktor hat sich urlaub genommen und ich würde jetzt so gerne leberwurstbrot essen, aber keine leberwurst da ..

wahnsinnig

nennt man in der regel leute, die wahnsinniges tun. ist schokoladekaufen
für 200 Euro wahnsinning ? nun ich, als fast-schokoholiker, kann das nicht urteilen. evntl. wahnsinnig ist die tatsache dass es sich dabei um österreichische schokolade handelt und wehe die schmeckt nicht. wir haben fast das ganze sortiment bestellt ausser :

- käse schokolade: Eine harmonische Verbindung von mildem Fontinakäse aus dem italienischen Aostatal mit Mandeln und weißer Schokolade, abgeschmeckt mit einem Hauch von Apfelbalsamessig, in zarter Milchschokolade getunkt.
- bockbier schokolade : ohne inhaltsangabe und das sicher aus guten gründen
-stuttenmilch schokolade : erinnert zu sehr an muttermilch
-spargel schokolade : auch ohne inhaltsangabe aber ich denke es ist spargel eingetaucht in grappa , überzogen mit rumnutella

- essig schokolade: Edelbitterschokolade mit einem Hauch Caramel, Testernbrand und einem Trockenbeerenausleseessig gerührt und gefüllt, und mit Edelbitterschokolade überzogen.

mich schüttels schon beim lesen. aber es gibt dort auch abgefahrene schokoladen mit wunderschönen, fantasievollen beschreibungen, wo man doch den österreichern die fast-verlustfreie bodenrealität böse unterstellt

Das Technologiezeitalter hält nicht nur Einzug in die Arbeitswelt,sondern erfaßt auch das private Leben. Wie modern sind die Österreicher eigentlich geworden; wie sehr haben sie
sich den neuen Lebensformen angepaßt? Um Aufschluß darüber zu erhalten, hat das IMAS-Institut kürzlich eine Reihe von zeitgemäßen Möglichkeiten zur Auswahl gestellt und sich bei den Befragten erkundigt, was davon sie schon getan oder genutzt haben.

-Auffallend ist bei näherer Betrachtung eine nur knapp über dem Durchschnitt liegende Neigung der unter 30jährigen Personen, sich politischen Aktionen anzuschließen. Die Protestbereitschaft der jüngsten Erwachsenen ist sogar um eine Spur geringer als die der 30-50jährigen Österreicher.

Besonders weit verbreitet ist darüber hinaus (bei jeweils mehr als der Hälfte der Erwach-senen) auch der Konsum homöopathischer Heilmittel oder das Bezahlen mit einer Ban-komatkarte.(Die Bankomatkarte erweist sich insofern als ein populärerer Zahlungsbehelf als die Kreditkarte, die von 41 Prozent der Bewohner schon genutzt worden ist. )

Die Ergebnisse bestätigen zunächst den Siegeszug der Handys, aber auch der Videorecorder.Nahezu drei Viertel der Bevölkerung sind mittlerweile mit dem Umgang dieser Geräte
vertraut; knapp zwei Drittel der Österreicher haben schon mit einem Mikrowellenherd gekocht oder in einem Fast-Food-Restaurant gegessen.


jetzt weiss ich auch wer die schöne bezeichnung BANKOMAT erfunden hat, es es waren nicht die schweizer !
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